Archäologie.com - Nachrichten aus der archäologischen Forschung

Nachrichten aus der archäologischen Forschung

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Nachrichten aus der archäologischen Forschung

Denk- und Sprechverbote (Quelle: Pixabay)
Schadensersatz für Opfer von "Cancel Culture" und "No Platforming" # Neues Gesetz: Britische Regierung will Wissenschaftsfreiheit stärken Die britische Regierung hat ein Gesetz angekündigt, um den Opfern von "Cancel Culture" und "No Platforming" zu helfen. Wer wegen seiner wissenschaftlichen Standpunkte an den Universitäten diskriminiert wird, hat demnach ein Recht auf Schadensersatz. Universitäten, die finanzielle Corona-Hilfe in Anspruch nehmen wollen, müssen zudem nachweisen, dass Sie Maßnahmen gegen die Unterminierung der Wissenschaftsfreiheit eingeleitet haben. An jeder Uni soll es einen Beauftragten für Wissenschaftsfreiheit gebe. Lesen Sie hier, was die britische Regierung angekündigt hat:

Karl Marx (Quelle: Pixabay.de)
Karl Marx irrte: Schon vor 2.600 Jahren gabs Arbeitsteilung und Marktwirtschaft rund ums Mittelmeer Im Bereich der Wirtschaftswissenschaften gilt das Konzept der Marktwirtschaft weitgehend als modernes Phänomen. So argumentierten einflussreiche Ökonomen wie Karl Marx und Max Weber, dass es zwar schon in der Antike Märkte gab, sich aber erst im 19. Jahrhundert Volkswirtschaften entwickelten, in denen die Produktions- und Vertriebsstrukturen auf die Gesetze von Angebot und Nachfrage reagierten. Die Studie eines internationalen Forschungsteams untersuchte jetzt Pollenüberreste - und liefert Beweise, dass bereits im antiken Griechenland eine integrierte Marktwirtschaft existierte.

Denk- und Sprechverbote (Quelle: Pixabay)
Gegen "Cancel Culture" und "Political Correctness" # 70 Wissenschaftler gründen "Netzwerk Wissenschaftsfreiheit" 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich gegen "Cancel Culture" und "Political Correctness" im "Netzwerk Wissenschaftsfreiheit" zusammengeschlossen: Sie wenden sich gegen die "zunehmenden Verengung von Fragestellungen, Themen und Argumenten in der akademischen Forschung". Die rationale und ergebnisoffene Suche nach Erkenntnis dürfe nicht durch eine ideologische oder politische Agenda eingeschränkt werden. Voraussetzungen von freiheitlicher Forschung und Lehre sollen verteidigt und gestärkt werden. Lesen Sie hier das Manifest des Netzwerks in voller Länge:

Daumen und Finger halten Blatt (Quelle: Pixabay.de)
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren könnte die Entwicklung hin zum beweglichen Daumen begonnen haben. Die bessere Feinmotorik verschaffte den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil. Lesen hier die Forschungsergebnisse der Tübinger Professorin Katerina Harvati:

Lüneburger Heide (Niedersachsen) (Quelle: Pixabay.de)
Kein Tropenwald in Niedersachsen: 55 Millionen Jahre alte Pollen geben Klimadaten preis Senckenberg-Wissenschaftler haben ein etwa 55 Millionen Jahre altes Kohleflöz aus der Zeit des frühen Eozäns im ehemaligen Braunkohleabbaugebiet des niedersächsischen Landkreises Helmstedt untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal „PLoS ONE" erschienenen Studie zeigen sie anhand von Pollenanalysen, dass der Nordwesten Deutschlands zu dieser Zeit von einem warm-gemäßigten Klima geprägt war. Dies steht im Unterschied zu anderen Zeitabschnitten des Eozäns, in denen überwiegend ein sehr warmes Treibhausklima vorherrschte.

Neandertaler (Quelle: pixabay.com)
Chopper-Tools waren Knochenbrecher - Tübinger Wissenschaftlerin löst Rätsel um frühe Steinwerkzeuge Wissenschaftler haben das jahrzehntelange Rätsel um den Verwendungszweck früher Steinwerkzeuge gelöst: Die sogenannten Chopper-Tools wurden verwendet, um Knochen zu öffnen, um an das nahrhafte Knochenmark zu gelangen. An den Forschungen maßgeblich beteiligt war Dr. Flavia Venditti von der Universität Tübingen.

Exotische Früchte (Quelle: Pixabay)
Globalisierung schon vor 3.500 Jahren: Zahnanalysen belegen Fernhandel und Fernreisen zwischen Mittelmeer und Ostasien Globalisierung mit Fernhandel und Fernreisen gab es schon vor 3.500 Jahren. Das legt eine neue Studie nahe. Die Wissenschaftler analysierten den Zahnstein an den Zähnen von 16 Toten aus der Bronzezeit. Das Ergebnis: Menschen im Mittelmeerraum aßen Gewürze und Früchte wie Kurkuma, Bananen und Soja, die nur aus Süd- und Ostasien stammen können. Die Forscher konnten so belegen, dass schon in der Bronzezeit Fernhandel von Nahrungsmitteln weit entfernt lebende Gesellschaften verband: Globalisierung schon vor 3.500 Jahren.

Knochen (Quelle: pixabay.com)
Leibniz-Preis für Katerina Harvati-Papatheodorou Der Leibniz-Preis 2021 der Deutschen Forschungsgemeinschaft geht an die Tübinger Paläoanthropologin Katerina Harvati-Papatheodorou.

Höhlenbär (Quelle: Archäologie.com)
Neue Forschungsergebnisse zum Höhlenbär liegen vor Der Höhlenbär lebte vor 400.000 bis 25.000 Jahren auf dem ganzen europäischen Kontinent. Neben Klimaveränderungen hat auch der Mensch mit seiner Jagd dazu beigetragen, dass der Höhlenbär ausgestorben ist. Doch wie lebte und ernährte sich dieses Urzeitwesen? Seit Jahren gibt es in der Forschung heftige Diskussionen, ob der Höhlenbär rein reiner Pflanzenfresser war oder ob es nicht doch einige fleischfressende Populationen gab. Tübinger Wissenschaftler könnten nun Beweise gefunden haben, die Klarheit schaffen.

Ausgrabung Schachtfelshöhle (Quelle: Archäologie.com)
Ausgrabungen in der Schachtfelshöhle Schon seit langem weiß man, dass die Schwäbische Alb auf eine jahrtausendelange Besiedlungsgeschichte zurückblicken kann. Jetzt haben Tübinger Archäologen mit der Erforschung zweier neuer Höhlen begonnen. Alles weitere lesen Sie hier:

Kranich (Quelle: PM Uni Tübingen )
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu Ein Forschungsteam beschreibt einen rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität Tübingen.

Einschlag (Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay )
So konnten kleine Säugetiere große Dinos fressen - Tübinger Forscher machen Entdeckung Eine Entdeckung Tübinger Forscher liefert den ältesten Beweis, dass auch kleine Säugetiere große Dinosaurier fraßen. Wie das ging?



Foto: RTF.1
Heuneburg und Ipf - Bund fördert Keltenstätten Der Bund fördert zwei bedeutende keltische Fundstätten in Baden-Württemberg und unterstützt damit die Keltenkonzeption des Landes.
Foto: RTF.1
Der Ipf von Bopfingen - Exkursionen & Ausflüge zum hallstattzeitlichen Fürstensitz Auffällig liegt er in der Landschaft - der Ipf, der Hausberg von Bopfingen im Umfeld des Nördlinger Rieses. Geologisch ein Zeugenberg, zeugt sein planiertes Gipfelplateau vom keltischen Fürstensitz der Hallstattzeit. Wanderer werden mit hervorragender Aussicht auf Albanstieg und Albvorland bis ins Nördlinger Ries belohnt. Jüngst wurde der Ipf vom Land in ein neues Kulturkonzept rund um bedeutende Keltenstätten in Baden-Württemberg aufgenommen.
Foto: RTF.1
Keltenstadt Heuneburg, Bussen & Co: "Ein einziges, großes Siedlungssystem" Die Heuneburg bei Herbertingen-Hundersingen (Landkreis Sigmaringen) an der oberen Donau zählt zu den bedeutendsten und besterforschten prähistorischen Fundstätten Deutschlands und Mitteleuropas. Neue Forschungen ergaben: In frühkeltischer Zeit muss die Heuneburg mit dem Kult- oder Versammlungsplatz auf der Alten Burg, der Großen Heuneburg, dem Bussen und den offenen ländlichen Siedlungen im Umfeld ein einziges großes Siedlungssystem gebildet haben.
Foto: RTF.1
Neolithikum: Viehzucht brachte den Menschen Salmonellen und andere Krankheiten Die Analyse des Erbguts jahrtausendealter Salmonellen belegt erstmals: Landwirtschaft und Viehzucht brachten neue Krankheiten mit sich. Für die jetzt veröffentlichte Studie wurden tausende archäologische Proben untersucht.
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Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie verliehen Die Eberhard-Karls-Universität Tübingen verleiht ihren diesjährigen Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie an Dr. Flavia Venditti von der Universität Rom.
Foto: RTF.1
Fossilienfund "Danuvius guggenmosi" ab jetzt im Schlossmusem zu sehen Der Sensationsfund von Tübinger Paläontologin und Geowissenschaftlerin Professorin Madelaine Böhme und ihrem Team - "Danuvius guggenmosi" - der aufrecht gehenden Menschenaffen aus dem Allgäu - ist seit Donnerstagabend im Museum Schloss Hohentübingen, unter der Überschrift "UDO- Der erste Fußgänger" ausgestellt. Auch wir, von RTF1, waren bei der Ausstellungseröffnung für Sie vor Ort.

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