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Tübingen

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Feierliche Übergabe des Geo- und Umweltforschungszentrums

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und der Ministerialdirektor des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Ulrich Steinbach, haben diese Woche das neue Forschungsgebäude für die Geo- und Umweltwissenschaften offiziell an die Universität Tübingen übergeben. Auf rund 10.000 Quadratmetern bietet der neue Foschungsbau Platz für Labore, Werkstätten, Seminarräume, Hörsäle sowie Büros. Aber sehen Sie am besten selbst.

Das neue Geo- und Umweltforschungszentrum, kurz GUZ genannt, ist genau an dem Platz, an dem es in Tübingen hingehört: auf der Morgenstelle. Durch die neue Konzentration aller Naturwissenschaften an einem Platz, sollen Synergie-Effekte erzielt und ein fachübergreifender Austausch gefördert werden.

Rektor der Universität Tübingen, Professor Bernd Engler, erinnert sich noch gut an die Zeit seiner Amtseinsetzung 2006, als er zum ersten Mal durch die Teilbereiche der Geowissenschaften geführt wurde.

„Ich hatte mir den Lothar-Meyer-Bau angeschaut, das zentrale Gebäude im Grunde genommen mit Laborausrüstung aus den 50er Jahre- [...] Ich habe mir angeschaut, ganz apart, eine abgewohnte Drei-Zimmer-Wohnung, die als Wohnzimmer-Labor eingerichtet war. Dort fand Erdmagnetfeld-Messung statt, war auch sehr beeindruckend. Und dann hatte ich natürlich einen tiefen Einblick in die Katakomben mit Stolperfallen, die ausgestatteten Laborkatakomben in dem Gebäude an der Hölderlin-Sigwartstraße", erzählt Engler.

Seit dieser Zeit habe er sich für den Neubau eingesetzt und dementsprechend freudig nahm er nun den symbolischen Schlüssel entgegen.

Rund 83 Millionen Euro hat der Neubau gekostet, die Universität hat 37 Millionen Euro davon selbst übernommen. Und das GUZ kann sich sehen lassen: bei einem virtuellen Rundgang werden die verschiedenen Labore, Werkstätten und Seminarräume vorgestellt. Der Fachbereich Geowissenschaften sei weit über die Grenzen Baden-Württembergs und auch der Bundesrepublik hinaus bekannt und gehöre zu den führenden Einrichtungen dieser Art in Deutschland, betonte Ministerialdirektor Ulrich Steinbach in seinen Grußworten.

„In ihrer Forschung setzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in diesem Institut genau an all den kritischen Fragen unserer Zeit an. Sie untersuchen die anthropogenen Einflüsse auf die natürlichen Ressourcen wie Wasser, Luft und Boden in den verschiedensten Facetten. Und diese Forschungsfelder umfassen im Besonderen, die Untersuchung von Komponenten im Wasserkreislauf und des Einflusses des Klimawandels darauf", so Steinbach.

Mit dem GUZ, das auf dem ehemaligen Parkplatz der Morgenstelle gebaut wurde, werde jetzt im Schulterschluss mit dem Institut für Biochemie die südliche Kante des Campus Morgenstelle räumlich geschlossen.

„Das Gebäude fügt sich in die Gesamtanlage ein, betont aber dennoch seine Eigenständigkeit. Aufgrund der Topografie verfügt das Gebäude über vier bis sechs Geschosse, der fast 100 Meter lange und fast 50 Meter breite Neubau umschließt zwei Innenhöfe. Auf insgesamt rund 10.000 Quadratmetern Nutzfläche werden Laborräume und Werkstätten, Seminarräume, das Auditorium, Büroräume, sowie Sammlungs- und Lagerräume untergebracht", so Finanzstaatssekretärin Gisela Splett.

Auch der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer freut sich über den Neubau. Jetzt benötige es nur noch eine CO2-Neutrale Massenverkehrserschließung für diesen Campus und das könne nur die Regionalstadtbahn sein, so Palmer. Allerdings gebe es genau hier Konflikte – denn ein Gutachten zeige, dass die Erschütterungen und die elektromagnetische Ausstrahlung der Stadtbahn sich auf Untersuchungen und Forschungen auswirken könne. Palmers Vorschlag: „Wir brauchen klimaneutrale Verkehrsmittel, das wird uns ohne Stadtbahnerschließung nicht gelingen und deswegen mein Vorschlag, auch an den Ministerialdirektor für die Koalitionsverhandlungen, das Land Baden-Württemberg übernimmt Erschütterungs- und elektromagnetisch bedingte Mehrkosten für die Neubauten von Universitätserschließungen mit Stadt- und Straßenbahn. Dieser Satz muss rein und dann haben wir freie Fahrt für unsere Bürgerinnen und Bürger - CO2-neutral, klimaneutral und einem Geo- und Umweltforschungszentrums angemessen in die Zukunft."

Die Universität Tübingen nutzt das neue Forschungsgebäude bereits seit Ende des vergangenen Jahres. Was noch fehlt ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach, die das gesamte Energiekonzept abrunden soll.


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