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Hechingen - Stein

Foto: RTF.1
Neues Schmuckstück - Nachgebaute Portikushalle im Römischen Freilichtmuseum

Eine der wichtigsten Fundstätten aus Römerzeit in der Region liegt in Hechingen-Stein. Eine ehemalige römische Villa rustica - großzügig bemessen und mit rundum geschlossener Mauer. Damals haben die Archäologen nur Reste gefunden. Doch der Verein ehrenamtlicher Mitarbeiter, der sich um die Villa kümmert will sie wieder komplett aufbauen. Jetzt ist ein weiterer Schritt getan.

"Glas zerspringe in des Hauses Grund. Geweiht seist du zur Stund" das sind die letzten Zeilen des Gedichts das die Zimmerleute beim Richtfest der neuen Portikushalle vortrugen. Die Handwerker hatten moderne Materialien auf die Grundmauern aufgesetzt und das Gebäude so rekonstruiert.

Gerd Schollian setzt sich zusammen mit seinen Kollegen vom Förderverein Römisches Freilichtmuseum dafür ein, dass die komplette Villa rekonstruiert wird. Die Portikushalle – deren Dachstuhl jetzt steht – sei ein Anfang. Für das gesamte Projekt hat der Architekt 400.000 Euro veranschlagt. Ungefähr 200.000 euro wollen Schollian und seine Kollegen selbst bereitstellen, den Rest sammeln.

50.000 Euro hat er bereits. Jetzt hofft Schollian , dass – wenn der eine oder andere Tempel steht – sich vielleicht ein Sponsor für einen weiteren Tempel findet. Die Kosten für ein solches Gebäude belaufen sich auf ungefähr Zehntausend Euro. Es muss jedoch nicht gleich ein ganzer Tempel sein. Schollian ist für jede noch so kleine Hilfe dankbar. Das Römische Freilichtmuseum Hechingen-Stein soll in zwei bis drei Jahren komplett fertig sein.

Das sei auch gut für Hechingen, denn das Freilichtmuseum stelle einen großen touristischen Anziehungspunkt dar, erklärte der frisch gewählte Hechinger Bürgermeister Philipp Hahn. Die Stadt Hechingen und der Zollernalbkreis wollen die Anlage auch weiterhin unterstützen. Damit das Richtfest gestern nicht das letzte bleibt.


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